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Turm gegen Turm und Bauer

Die Zweite Trainingslektion im Bereich der Turmenspiele. Die Inhalte sind angelehnt an „Schachendspiele (Turmendspiele) Juri Awerbach und Phiskultura und Sport 1984“, können aber so oder so ähnlich in jedem Endspielbuch gefunden werden. Viel Spaß beim Schachtraining.

In erster Linie betrachten wir die Stellungen, wo der schwarze König den weißen Bauern verhindert vorwärts zu kommen, d.h. er steht schon davor, denn in vielen Abwicklungen muss man das erst mal schaffen. Die Idee ist Folgende: Schwarz versucht mit dem König den Bauern zu blockieren und mit dem Turm entweder von der Seite oder von Hinten Schach zugeben. Weiß versucht dagegen den gegnerischen König abzudrängen und den Bauern durchzuziehen. Vor gegnerischen Schachgeboten schützt sich der König mit dem Bauer oder Turm. Nicht selten wird auch eine Mattdrohung auf der letzen Reihe ausgenutzt.

Schachposition 1

turm-gegen-tutm-und-bauer-1

 Weiß am Zug gewinnt. Schwarz am Zug hält Remis.

Weiß: 1.Kg6 Td8 Der Schwarze Turm ist an die achte Reihe gebunden um Matt zu verhindern ( 1. … Tb1? 2. Ta8 Matt) 2. Th7 Kg8 3. f7+ Kf8 4. Th8+ Ke7 5.Td8 Kd8 6.f8D.

Schwarz: 1…. Tb1! (Tb4, Tb3, Tb2 geht auch, man sollte aber den Turm soweit wie möglich weit vom generischen König Positionieren) mit der Idee Dauerschach zugeben.

Schachposition 2 – Springerbauerturm-gegen-tutm-und-bauer-2

Hier  kann  Weiß nicht mehr gewinnen.  Nach  1. Kh6 Tc8 2. Th7 Tc1. (3.g7? Tc6+ mit Gewinn für Schwarz)  3.Ta7 Tc8 oder 3. … Th1 mit Dauerschach. Weiß kann nichts machen. Remis. Man kann also feststellen, dass es mit dem Springerbauer (gemeint b und g Bauer) nicht mehr zu gewinnen ist.

Schachposition 3

turm-gegen-tutm-und-bauer-3       Weiß am Zug gewinnt. Schwarz am Zug Remis.

 Ein ähnliches Beispiel wie bei Schachposition 1, mit einer kleinen Veränderung: hier steht der Bauer auf f5. Die Ideen bleiben aber die Selben.

Weiß am Zug.

1.Kg6 Tb6+ 2. f6 Tb8 3. Th7 usw.  (siehe Oben).

1.Kg6 Tb1 2. Ta8+ Ke7 3. f6+ Ke6 4. Te8+ Kd7 5. f7 und der Bauer läuft durch.

 

Schwarz am Zug.

1…. Tb6!  Mit der Idee den weißen König abzuschneiden. Nach 2. Ta8+  Kf7 und Weiß kommt nicht weiter. Es bleibt also 2. f6 Tb1! mit der Drohung Dauerschach.

 

Schachposition 4 – Die Brücke

turm-gegen-tutm-und-bauer-4 egal wer zieht, Weiß gewinnt

 Hier hat Weiß sein Ziel erreicht. Der Weiße König steht vor dem Bauer und der Turm Schneidet den schwarzen König ab. Das Hauptziel des Weißen ist hier eine „Brücke“ zu bauen.

 

1…. Th3 2. Tf4! Th1 3. Te4+ Kd7 4. Kf7 Tf1+ 5. Kg6 Tg1 6. Kf6 Tf1+ 7. Kg5 Tg1+ 8. Tg4 Der weiße Turm deckt die g Linie und der Bauer schafft das Umwandlungsfeld. Was passiert aber, wenn Schwarz selbst die 4 Reihe besetzt?

 

1…. Th4 2. Te1+ Kd7 3. Kf7 Tf4+ 4. Kg6 Tg4+ 5. Kf6 Tg2 (5. … Tf4+ 6. Kg5 Tf2 7. Tg1! Weiß schafft den Bauern durchziehen) 6. Te5 -> Tg5 und Weiß  gelingt wieder die g Linie zu decken.

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